Heute ist Internationaler Übersetzertag!

Nach Tag der Piratensprache und Europäischem Tag der Sprache nun das Highlight der Sprachentage im September: unser eigener Feiertag!

Wie kam es dazu, dass der 30. September zum internationalen Feiertag der Übersetzer wurde?
Der internationale Übersetzerverband FIT wählte hierfür den Todestag des heiligen Hieronymus. Dieser fertigte viele Übersetzungen, auch eine berühmte Bibelübersetzung in die lateinische Sprache, an. Hieronymus gilt als Schutzpatron der Übersetzer.

Übersetzertag

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Arr! Talk Like A Pirate Day*

ÜbersetzerpiratAls ich diesen Morgen ins Büro kam und mit meinem Haken an der Tür hängen blieb, wusste ich, dass etwas anders war.

„Ahoi, Kameraden! Alle Mann an Deck!“, hörte ich mich sagen.

„Alle Klugschwätzer zum Rapport antreten – was liegt heute an?“

– „Käpt’n, mehrere Übersetzungen, unter anderem von einem Rescue Manual.“

Ja, versenk mich doch! Welcher Küstenschiffer hatte sich das denn nu wieder ausgedacht? Wer einmal über die Planke gegangen ist, wird nicht mehr gerettet!
Eine Anleitung zur Rum-Herstellung wäre mir jetzt lieber gewesen.

„Na gut, dann Anker lichten und volle Kraft voraus! Aber im Schweinsgalopp – Hopp! Hopp!“

„Aye, aye Käpt’n!“

Während ich den Jolly Roger am Garderobenständer hisste, ließ ich die Crew einen schönen Shanty anstimmen, mehrsprachig versteht sich.

Ein Leichtmatrose meldete bald die Fertigstellung eines Lektorats. Natürlich ließ ich es mir als Käpt’n nicht nehmen, den Text noch einmal persönlich zu prüfen.
Beim Klabautermann! Sofort hatte ich einen Rechtschreibfehler entdeckt, stand da doch tatsächlich warr in der ersten Zeile.
„Sag mal, das sieht doch jeder, dass das Harr! heißen müsste! Bist Du etwa auf einem Auge blind, Matrose?“
Ein Auge blinzelte mich verständnislos an. Verdammt, die Augenklappe hatte ich ganz übersehen. Trotzdem, Strafe muss sein. Während ich noch zwischen den Möglichkeiten Kielholen und Deck schrubben abwog, rief ein Pfeffersack an und wollte mir einen vollautomatischen Maschinenübersetzer verkaufen, der meine ganze Crew ersetzen könne.

„Arrgh!“  [„Arrgh!“, wiederholte der Papagei auf meiner Schulter.]
„Dich werd ich zu den Haien schicken!“, rief ich ihm zu und legte auf. Was für ein Frevel, meine Crew war unersetzlich.

Es wurde Zeit für ein Wort der Motivation, ich stampfte kurz mit dem Holzbein auf, um mir Gehör zu verschaffen:
„Avast, liebe Likedeeler! Auf zur Schatzinsel – dort wartet schon der verdiente Feierabend auf uns!“

„Und wie kommen wir dorthin, Käpt’n?“

„Na, übersetzen!“

 

… yo-ho-ho – und so endete bald ein weiterer Tag auf dem Schiff des Translation Teams …

* Am 19. September ist Talk Like A Pirate Day. Es gibt ja so viele skurrile Feiertage, aber an denen mit Sprachbezug kommen wir einfach nicht vorbei. Und an Piraten als Hamburger schon gar nicht.
Aber keine Angst, ihr Landratten, an allen anderen Tagen geht es bei uns dann doch herzlicher zu  😉 .

[von Sandra Bulla]

Translation Memorys: wo Fachwörter Verstecken spielen

Terminologie_TurmDirk Doku ist Technischer Redakteur. Er wundert sich manchmal über die Übersetzungen, die er bekommt, weil nicht immer alle Fachtermini konsistent übersetzt wurden. Er hört dann vom Übersetzungsdienstleister oft, dass das Anlegen und Pflegen einer Terminologiedatenbank nötig wäre, um höhere Konsistenz zu erreichen. „Sie arbeiten doch mit Translation Memorys, dafür werden die doch eingesetzt.“, ist seine Vorstellung.
Dirk Doku hat Recht, diese Übersetzungsdatenbanken sind auch sehr wichtig für die Textkonsistenz in Technischer Dokumentation, allerdings können diese in Sachen Terminologiekonsistenz nicht alles leisten. Wieso das so ist, wollen wir für Dirk und alle anderen Wissensdurstigen heute veranschaulichen. Weiterlesen