>100 Wörter für Schnee

Der teils immer noch kursierende Mythos, dass die sogenannten Eskimos so viele Wörter für Schnee besitzen ist schon lange widerlegt – wie viele Arten von Schnee man aber auch kategorisieren möchte, man hat das Gefühl sie kommen heute allesamt gleichzeitig über Hamburg runter.

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Nach Wochen voller Schniesel und Frühlingskurzbesuch steht unser Eiffelturm nun also im Schnee (warum wir überhaupt einen Eiffelturm haben, lesen Sie hier).
Übersetzer denken bei der Schneewortproblematik übrigens sofort an die Sapir-Whorf-Hypothese. Wenn Sie sich dafür interessieren, ob und wie Sprache das Denken beeinflusst, können Sie z. B. hier etwas dazu lesen.

Zettelkrieg jetzt auch in Altona? Mais oui bien sûr !

Da kommt man nichts Böses ahnend vom Mittagessen zurück und muss feststellen: Da hat uns jemand den Krieg erklärt!
…und zwar den Haftnotizzettel-Krieg!
In guter Schreibtischtäter-Nerd-Tradition fordern unsere Nachbarn uns zum kreativen Wettstreit heraus. Erstaunlicherweise stammt diese Idee nicht, wie man vielleicht erstmal vermutet, aus dem Mutterland der Klebezettelchen und Open-Space-Büros Amerika, sondern von unseren französischen Nachbarn. Im Sommer 2011 schwelgten wohl ein paar Spieleentwickler wehmütig in guter alter Maxipixelspielzeit – oder suchten nach neuen Kreativitätsquellen – oder hatten einfach immer diese Zetteldinger über (was soll ein Programmierer denn auch mit sowas?) – so richtig dokumentiert ist das nicht. Jedenfalls „antwortete“ das Nachbargebäude und scherzhaft wurde ab sofort gefordert: Déclarez la guerre à vos voisins! (Erklärt Euren Nachbarn den Krieg!)
Das Phänomen breitete sich rasch aus und überquerte bald auch Landesgrenzen, so konnte man schon seit Längerem das neonbunte Treiben auch in St. Pauli bewundern.
Zurück zu uns: Wir antworten mit einer Hommage an das Urheberland, einem französischen „Shadok“ und etwas Pariser Flair:

In diesem Sinne: aux pense-bêtes, citoyens 😉

[von Sandra Bulla]

Zu Weihnachten noch etwas über Liebe…

Endlich mal wieder ein schöner Brauch, der sich international durchzusetzen scheint: Allerorts dokumentieren Pärchen ihre guten Absichten hinsichtlich ewiger Liebe. Liebesschlösser gibt es schon seit einigen Jahren auch in Deutschland, vornehmlich findet man sie an Brückengeländern – bei uns z. B. auch an Leuchttürmen:

 

 

 

 

 

 

Die lucchetti dell’amore sollen ursprünglich aus Italien stammen, ein Blick in Wikipedia zeigt, die cadenas d’amour, elskovslåse oder замки любви sind in mindestens zehn Ländern zu Hause.

Leider halten die Symbole nicht immer so lange wie gedacht. An der Hamburger Schwanenwikbrücke wurden unzählige love locks entfernt, zu Wartungszwecken der Brücke. Bei so viel Liebe fällt halt auch eine Menge Rost an, auch wenn Sprichwörter etwas anderes behaupten.
Aber wer jetzt denkt die Stadt hätte die ganze Liebe einfach so weggeworfen, der irrt: Sie wurde aufgebahrt. Durch Zufall stolperte ich vor ein paar Wochen über kistenweise Liebesschlösser – im Museum für Hamburgische Geschichte:

Dort können die eisernen Liebesbeweise wieder von den Schlossherren und -damen abgeholt werden. Nun ist es fraglich, ob man sich den gescheiterten Verewigungsversuch vor Augen führen will, aber falls sie betroffen sind, sehen Sie es lieber nicht als böses Omen an, sondern als Zeichen der Versöhnung der Stadt, die es nicht übers Herz gebracht hat, die Liebesschlösser einfach zu entsorgen. Weihnachten ist schließlich auch die Zeit der Vergebung 🙂 .

[von Sandra Bulla]

Translation Team im Kampf mit der dunklen Materie

Was macht das Translation Team eigentlich so in seiner Freizeit? Nun, wir unternehmen besonders gerne Dinge, die unsere kleinen grauen Zellen sprachlich und fachlich auf Trab halten und haben dabei auch noch jede Menge Spaß (wirklich). Nachdem unser Chef unseren Crêpe-Blogartikel gelesen und uns daraufhin als „Übersetzernerds“ deklariert hatte (und sowas ausgerechnet aus der IT-Abteilung…), kam mir die Idee, sich mal wieder der Physik zuzuwenden :-).
Also ab zu DESY, das sich praktischerweise in Nachbarschaft unseres Büros befindet.

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Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von DESY

Unser halbes Team und ca. 50 weitere Besucher wurden im Rahmen einer Präsentation zunächst darüber aufgeklärt, wie DESY aufgebaut ist und was es so macht. Großartigerweise wurden einem dabei auch die physikalischen Grundlagen vermittelt, sodass sich die grauen Zellen über ein Wiedersehen mit alten Bekannten wie dem Bohrschen Atommodel und Photonen, aber vor allem über viel Neues wie die liebevoll benannten Quarksteilchen Strange, Charm & Beauty, die Entstehung der Synchrotronstrahlung und Einzelheiten zur mysteriösen dunklen Materie freuen konnten. Dann gings in zwei Teams übers Gelände und durch den HERA-Tunnel, in dem anschaulich die technische Umsetzung erklärt wurde: supraleitender Quadrupolmagnet, Vertexdetektor… es blieben keine Wünsche offen :).
Haben Sie jetzt auch Lust auf ein bisschen Physik bekommen? Alle Infos zu DESY-Führungen findet man auf der DESY-Homepage: http://www.desy.de/ueber_desy/besichtigungen/index_ger.html – viel Spaß!

[von Sandra Bulla]

Übersetzung in der Kunst – Vorlesungsreihe

Übersetzen bedeutet nicht immer nur, eine (Schrift)Sprache in eine andere zu übertragen. Vor allem ist der Übersetzer auch ein Übermittler von Kultur. Die Themenvielfalt im Übersetzen ist also sehr groß und natürlich auch im künstlerischen Sinne denkbar. In diesem Wintersemester gibt es dazu eine Ringvorlesung an der Universität Hamburg:

„In Transit“ – Mediales Übersetzen in den Künsten.
http://www.aww.uni-hamburg.de/InTransit.html

Wir sind schon sehr gespannt auf die Inhalte – von Webserien über Tänze bis Graphic Novels – und werden uns sicher auch einiges davon anhören.

Hamburg multilingual – Theater

Jeder, der eine Fremdsprache erlernt hat, weiß wie schnell sich das mühsam angelernte Wissen in die hintersten Gehirnecken zurückzieht, wenn man es nicht ständig wieder herauslockt – immer wieder will es reaktiviert und erweitert werden. Gute Trainingsplätze sind Gold wert, daher werden wir hier gerne immer wieder Tipps posten, wie Sie Ihre Fremdsprache(n) am Leben erhalten können.

HH TranslationTheater

In Hamburg können Sie an mehreren Veranstaltungsorten englische Theaterstücke anschauen:

Mein absoluter Lieblingstipp ist die American Drama Group, sie tourt durch die ganze Welt und führt hauptsächlich Klassiker in englischer Sprache auf. Dabei besticht die Theatergruppe vor allem durch unglaublich gute Schauspieler und die Fähigkeit mit einfachen Hilfsmitteln ganz viel Atmosphäre zu erzeugen. In Zusammenarbeit mit weiteren Gruppen werden auch Stücke in Französisch und Spanisch inszeniert. Alle Termine finden Sie auf der Website http://www.adg-europe.com/schedule.php, in Hamburg fanden die Aufführungen zuletzt in der Fabrik in Altona statt.