Professionelle Übersetzungen sind Gold wert

Zum internationalen Übersetzertag am 30. September möchten wir einmal daran erinnern, warum Übersetzungen besonders für Unternehmen wichtig sind: Sie eröffnen größere Märkte für ihre Produkte! Eine mehrsprachige Webseite ermöglicht z. B., dass die Produkte auch in vielen anderen Ländern aufgefunden werden können, denn Kunden suchen in ihrer eigenen Sprache im Internet.

Doch Vorsicht: Eine Übersetzung erzielt nur den gewünschten Effekt, wenn sie auch gut ist. Und gute Übersetzungen bleiben professionellen Übersetzern vorbehalten.

Welchen Toaster würden Sie eher kaufen?

Toaster_translation1

  • Edelstahl-Karosserie-Funktionstasten
  • 2 langer Schlitz: Zwei extra lange Schlitze für alle Arten von Brot passen
  • Kontrolle, wie Sie wollen jede Scheibe mit unabhängigen Kontrollen getan.
  • Anti-Marmelade-Funktion
  • Toast gefrorenes Brot und sanft aufkühlen kalt Toast
  • Krümel-Tray und Schnur Lagerung halten Dinge ordentlich

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  • Funktionstasten aus Edelstahl
  • Zwei lange Schlitze, in die alle Brotsorten passen
  • Funktionstasten für individuelle Bräunung des Toastes in jedem Schlitz
  • Funktion gegen Verklemmen von Toast und Brot im Toaster
  • Gefrorenes Brot toasten und kaltes Toast schonend erwärmen
  • Krümelschublade und Kabelfach für Sauberkeit und Ordnung

Die Texte vom orangen Toaster sind maschinelle Übersetzungen von verschiedenen englischen Toaster-Produktbeschreibungen im Internet. Schade eigentlich, wer wünscht sich nicht eine Anti-Marmelade-Funktion, wenn man morgens im Halbschlaf versehentlich das Marmeladenbrot in den Toaster gesteckt hat? Der Toaster würde automatisch die heruntertropfende Marmelade auffangen, nach draußen ableiten und mit einem empörten lauten Piepen das Marmeladenbrot wieder auswerfen, sodass man sofort hellwach ist, weil man erschrocken versucht, das Brot aufzufangen. Wie viele enttäuschte Kunden das Produkt wohl zurückschicken würden?

Aber diese offensichtlich falschen maschinellen Übersetzungen sind nur die Spitze des Eisbergs. Auch übersetzende Menschen machen viele Fehler, wenn sie keine Profis sind. Manche Fehler springen einem nicht sofort ins Gesicht, aber hinterlassen so ein Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Will man sich wirklich damit zufriedengeben?

Je professioneller die Übersetzungen sind, desto besser wirken die Produkte. Je besser Ihre Anleitungen und deren Übersetzungen sind, desto weniger Fehlbedienung ist möglich und entsprechend sinken die Kosten für Reklamation und technischen Support und das Risiko, dass Kunden enttäuscht sind oder sich schlimmstenfalls verletzen.

Professionelle Übersetzungen sollte man also nicht als teures, notwendiges Übel betrachten – sie machen Gewinne auf ausländischen Märkten erst möglich!

Allen Kolleginnen und Kollegen, die mit ihrer Arbeit zum internationalen Erfolg vieler Unternehmen beitragen, wünschen wir einen schönen internationalen Übersetzertag! Wir werden wohl mit Marmeladenbrot und „sanft aufgekühltem“ Champagner feiern.

 

[von Sandra Bulla]

Halloween gut überstanden?

Liebe Übersetzer, Lektoren, Übersetzungsmanager, habt ihr Halloween gut überstanden? Oder sind euch solch gruselige Sachen passiert?

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Verstümmelter Text
Habt ihr einen Text ohne Kontext zur Übersetzung oder Korrektur erhalten? Einen verstümmelten Text, der auch nach einer Séance nicht einzuordnen ist? Ja, das kennen wir, argh!
Da hilft dann nur, den Ansprechpartner für den Text zu fragen …

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Geisterhafte Abwesenheit
… der Ansprechpartner für euren Text ist aber gerade abwesend. Macht nichts! Schnell die Vertretung aus der Abwesenheitsnachricht angeschrieben. Oh nein, da ist prompt die Abwesenheitsnachricht der Vertretung, in der auf den Ansprechpartner verwiesen wird. Buh!

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Schwarze CATzen

OK, erstmal losgearbeitet. Aber was ist das? Unser CAT* liefert lauter falsche Übersetzungen! Und Termini, die man schon längst korrigiert hatte, tauchen als Zombiewörter plötzlich wieder auf. Was zum …

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Übernatürlicher Liefertermin
Oh, der Ansprechpartner hat sich doch noch per E-Mail gemeldet! Allerdings nur, um mitzuteilen, dass die Lieferung jetzt früher erfolgen muss, also asap/über Nacht/am besten gestern.
Wo war noch der Zauberstab? Ach ja hier … Kracks. Warum ich?

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Verfluchtes Material
Gleich fertig, nur noch schnell den Text ausgedruckt und korrekturgelesen! Vielleicht schafft man doch noch den übernatürlichen Liefertermin … Aber Moment mal, wieso ist hier plötzlich alles rot? Der Rotstift scheint verflucht zu sein, oder warum sollte er sonst gerade jetzt ein blutiges Massaker auf Papier und Händen anrichten? Grrr …

 

Wir hoffen, bei euch ist alles glatt gegangen und ihr habt nicht so viel Pech auf einmal gehabt! 😉 Teilt gerne eure „gruseligen” Erlebnisse aus dem Arbeitsalltag mit uns in den Kommentaren!

Mehr zum Thema Halloween und Technische Dokumentation: Happy Halloween! Gruselige Situationen für Übersetzer

*CAT = computer-aided translation

 

[von Sandra Bulla]

Weiterbildung für Fachübersetzer

Ein professioneller Fachübersetzer muss nicht nur in seinen Arbeitssprachen geübt bleiben und sprachliche Veränderungen verfolgen, sondern auch seine Sachkenntnisse aktuell halten und erweitern. Kostenlose Vorträge und Veranstaltungen an Hochschulen sind eine gute Möglichkeit sich weiterzubilden. Wir stellen zwei aktuelle Möglichkeiten in Hamburg vor.

1. Maritime Nacht an der Technischen Universität Hamburg (TUHH)

icon_moewe_hutAm 30. September von 17 bis 22 Uhr werden an der TUHH viele Vorträge zu maritimen Themen geboten. Diese Veranstaltung ist besonders für Technik-Fachübersetzer interessant.

Drei Beispiele aus den fast 50 Beiträgen:

 

 

Elektrotechnik an Bord: Die Bedeutung nimmt stetig zu
Prof. Dr.-Ing. Günter Ackermann, TU Hamburg, Institut für elektrische Energiesysteme und Automation

Realisierte Beispiele von „Green Shipping“ und Einblicke in Maritim 4.0
Peter Dibowski, Siemens, Process Industries and Drives

Gut geschlürft: Neue Wege zur geräuschlosen Errichtung von Offshore-Windenergieanlagen
Marc Stapelfeldt, TU Hamburg, Institut für Geotechnik und Baubetrieb

Alle Vorträge und weitere Details finden Sie hier: https://www.mat.tuhh.de/veranstaltungen/maritime-nacht/

 

 2. Öffentliche Vorträge an der Universität Hamburg

Tipps für RechtschreibungUnter den öffentlichen Vorträgen an der Universität Hamburg sind auch im Wintersemester 2016/2017 wieder einige für Fachübersetzer interessante Beiträge dabei: von Mehrsprachigkeit über Maschinelles Übersetzen bis Nanotechnologie.

 

 

–> Fachbereich Mehrsprachigkeit/Kultur/Literatur

Sprachen und Identitäten (29.11.2016)
Prof. Dr. Adelheit Hu, Multilingual Learning and Literacies, University of Luxemburg
Aus der Reihe: Interkulturelle Bildung

Die Multilingualität der Literatur aus Zentraleuropa (24.01.2017)
Prof. Dr. Renata Makarska, Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft, Arbeitsbereich Polnisch, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Aus der Reihe: Go East – Go West!

–> Fachbereich Linguistik

Maschinelles Übersetzen und parallele Korpora am Beispiel von Yoruba-Englisch (10.01.2017)
Prof. Dr. Henning Schreiber, Abteilung Afrikanistik und Äthiopistik, Fachbereich Asien-Afrika-Wissenschaften, Universität Hamburg
Aus der Reihe: Empirieformate in der linguistischen Forschung

–> Fachbereich Physik/Technik

Mit (Gold und) brillanten Röntgenstrahlen gegen Krebs – ein neuer Weg zur medizinischen Diagnostik (29.11.2016)
Prof. Dr. Florian Grüner, Fachbereich Physik, Institut für Experimentalphysik, Universität Hamburg
Aus der Reihe: Physik im Alltag

Elektrochemische Speicher: Was kommt nach der Lithium-Ionen-Batterie? (19.10.2016)
Prof. Dr. Michael Fröba, Institut für Anorganische und Angewandte Chemie, Universität Hamburg

Zwei-dimensionale Nanomaterialien für zukünftige Solarzellen (18.01.2017)
PD Dr. Christian Klinke, Institut für Physikalische Chemie, Universität Hamburg und Centrum für Angewandte Nanotechnologie (CAN) GmbH
Aus der Reihe: Materialien und Technologien für die Energiewende

Alle Vorträge und weitere Details finden Sie hier: https://www.aww.uni-hamburg.de/de/oeffentliche-vortraege/programm.html

[vom Translation Team]

Technischer Redakteur & urlaubsreif?

Urlaub Taste

Abb. 1: Urlaubsabflugauslösetaste

Der Sommer und somit die Urlaubszeit ist angebrochen!
Die Hitze bahnt sich ihren Weg in die Büros, man kämpft mit Jalousien und Ventilatoren.
Die Aufmerksamkeitsspanne wird kürzer und die unter Hitzeeinwirkung gebildeten Fachwortkomposita länger.
Aber woran merken Sie als Technischer Redakteur, dass Sie wirklich urlaubsreif sind?

 

Hier ist unsere Top 10 der Anzeichen für Urlaubsreife:

  1. Sie schlagen in der DIN5008 nach, wenn Sie Haftnotizen schreiben
  2. Sie erstellen eine Terminologieliste zum Thema Hitze und Luftfeuchtigkeit
  3. Sie schreiben die Glückwunschkarte für den Chef um, weil die nicht eindeutig genug ist und zu viele nichtssagende Adjektive enthält
  4. Sie strukturieren das Mittagessen neu: vom allgemeinen Brei hin zur Detailerbse
  5. Sie markieren Ihr Essen im Firmenkühlschrank mit <Eigentümer>Mustermann</Eigentümer>
  6. Sie horten leere Sushiboxen, weil die so modular aussehen und bestimmt wiederverwendet werden können
  7. Sie machen sich Sorgen, dass ihr Kommunikationsverhalten beim Mittagessen nicht responsive genug ist
  8. Sie drehen ein Video-Tutorial über das geräuscharme Schließen von Bürotüren und stellen es ins Intranet
  9. Sie nennen Ihre Kollegen in Dita und Cosima um (kann man sich bei der Hitze besser merken)
  10. Sie kategorisieren gedanklich die Gesichtsausdrücke der Kollegen in ACHTUNG, VORSICHT und WARNUNG

Wir wünschen allen Technischen Redakteuren, Kunden, Kollegen & Bloglesern einen schönen Sommerurlaub! 😉

[von Sandra Bulla]

Twitter für Technische Redakteure – #Konferenzen

TwitterTechcommManch Technischer Redakteur fragt sich vermutlich:
Twitter? Wofür brauche ich das?
Wir schlagen Ihnen daher heute ein Anwendungsgebiet vor: Fachkonferenzen!

 

 

 


Verwenden Sie Twitter,

  • um sich über Termine, Programm und kurzfristige Änderungen auf dem Laufenden zu halten
    (–> Folgen Sie den Accounts der Fachkonferenzen)
  • um Tweets zu lesen, die Kollegen auf einer Konferenz versenden
    (–> Verfolgen Sie bestimmte Hashtags)
  • um selbst zu twittern, um andere teilhaben zu lassen
    (–> Versenden Sie Tweets mit bestimmten Hashtags)
  • um neue Kollegen kennenzulernen (netzwerken)
    (–> Folgen Sie Accounts von Kollegen, die Sie über bestimmte Hashtags finden)

Wir haben für Sie Informationen zu 5 Fachkonferenzen (deutsch- und englischsprachig) zusammengestellt:

14.–15. April
tekom-Frühjahrstagung
(Berlin)
Schwerpunktthema: „Die Nutzer mit Intelligenter Information begeistern“
Veranstalter: Gesellschaft für Technische Kommunikation – tekom Deutschland e.V.
Internetseite: http://tagungen.tekom.de/fruehjahrstagung-2016/startseite
Twitter-Account: @tekom
Die tekom verwendet den Hashtag #tekomf16 für die Konferenz.

15.–18. Mai
STC Summit (Anaheim, CA)
Veranstalter: Society for Technical Communication
Internetseite: http://summit.stc.org
Twitter-Account: @stc_org
STC verwendet den Hashtag #stc16 für die Konferenz.

09.–10. Juni
UA Europe – The Conference for Software User Assistance Professionals
(Budapest)
Veranstalter: UA Europe
Internetseite: http://www.uaconference.eu
Twitter-Account: @ua_europe
UA Europe verwendet den Hashtag #uaeurope für die Konferenz.

13.–15. September
TCUK
(Wyboston)
Schwerpunktthema: “From Novice to Expert – Writing Your Career Path as a Technical Communicator”
Veranstalter: ISTC (Institute of Scientific and Technical Communicators)
Internetseite: http://technicalcommunicationuk.com
Twitter-Account: @TCUK_conf  (Konferenz), @ISTC_org (Veranstalter)
ISTC verwendet den Hashtag #tcuk16 für die Konferenz.

08–10. November
tekom-Jahrestagung und tcworld conference
(Stuttgart)
Veranstalter: Gesellschaft für Technische Kommunikation – tekom Deutschland e.V. und tcworld GmbH
Internetseiten: http://tagungen.tekom.de/h16/tekom-jahrestagung-2016/ und http://conferences.tekom.de/tcworld16/tcworld16
Twitter-Accounts: @tekom und @tcworld
tekom und tcworld verwenden die Hashtags #tekom16 und #tcworld16 für die Konferenzen.

Probieren Sie es einfach mal aus, Tweets können Sie auch ohne Account bei Twitter lesen: Geben Sie einen der Hashtags auf www.twitter.com/search ein. Manche Veranstalter zeigen die relevanten Tweets auch auf ihrer Internetseite an.

techcommTwitter_sViel Spaß dabei und wir freuen uns, von vielen neuen twitternden Redakteuren zu lesen 😉 .

[vom Translation Team][Photo by Susen Blaha]

Frohes neues Jahr!

Frohes neues 2016Wir wünschen allen Bloglesern, Mitarbeitern und Kunden ein schönes und erfolgreiches 2016!

 

Wir freuen uns auf

  • die Arbeit mit neuen Teammitgliedern und Kollegen,
  • neue Projekte und neue Fachgebiete,
  • Fachveranstaltungen und Weiterbildung,
  • die Arbeit an neuen Blogartikeln!

 

 

Dienstleister für Projekte im Bereich Übersetzung und Technische Dokumentation gesucht? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf: www.condok-translations.de

 

Terminologie, aber wie?

Teil 1: Arten der Terminologiebildung

Nicht jedes Unternehmen ist so gut aufgestellt und verfügt über einen hauseigenen Terminologen. (Lesen Sie hierzu auch über Bonny & die Toasterfabrik.)
Meist müssen Technische Redakteure sich mit den deutschen Fachtermini beschäftigen.

Unsere Toaster-Serie zeigte Ihnen bereits, was Sie bei der Erstellung von Terminologielisten berücksichtigen sollten, was wichtig für Translation-Memory-Systeme ist und dass es einen Verantwortlichen geben sollte.

Aber wie kann eine neue Benennung für ein neues Produkt entstehen? Und was zeichnet eine gute Benennung aus? Der ersten Frage möchten wir heute einmal nachgehen.

Wenn neue Produkte entwickelt oder neue Geräte erfunden werden, müssen diese mit einer Benennung versehen werden. Die Sprachwissenschaft hält verschiedene Methoden der Benennungsbildung bereit. Wir geben ein paar (teils vereinfachte) Beispiele. Und um etwas Sonne in die Vorweihnachtszeit zu bringen, sind hauptsächlich Beispiele aus dem Bereich der Solarenergie dabei 🙂

Bei der Komposition entsteht eine neue Benennung durch Aneinanderreihung von zwei oder mehr Morphemen*: Solar|anlage.

Die Derivation verbindet ein Morphem mit unselbständigen Wortbestandteilen, die z. B. voran- (Präfix) oder nachgestellt (Suffix) sein können: Ver|schatt|ung

Bei der Konversion wird ein Wortstamm oder ein flektiertes (gebeugtes) Wort ohne Veränderung seiner Form in eine andere Wortart überführt:
schweißen (Verb) -> Schweißen (Substantiv)

Als Terminologisierung bzw. Umterminologisierung werden die Fälle bezeichnet, in denen sich die Fachsprache einer Benennung bedient, die in der Gemeinsprache bereits existiert. Die Benennung wird dabei mit einer spezifischen Bedeutung versehen:
Modul, Zelle
Anmerkung: Häufiges Problem hierbei sind auftretende Mehrdeutigkeiten. Bei unseren beiden Beispielen kommt es im Bereich der Solarenergie nicht zu Mehrdeutigkeiten, da die beiden Wörter sehr häufig als Komposition mit „Solar“ verwendet werden (Solarmodul, Solarzelle).

Die Entlehnung findet sprachübergreifend statt. Dabei wird Sprachmaterial aus einer Herkunfts- in die Zielsprache übernommen. Es entstehen Lehnwörter:
Due Diligence, Peakleistung

Bei der Kürzung werden Teile eines bestehenden, meist komplexen Wortes weggelassen. Bei einer Form der Kürzung, der Abkürzung, werden die Anfangsbuchstaben der einzelnen Morpheme, aus denen sich die Benennung zusammensetzt, einzeln geschrieben und ausgesprochen: PV-Anlage

Als Urschöpfung bezeichnet man Benennungen, die nicht aus bereits bestehenden Morphemen hergeleitet sind, sondern lautlich neu gebildet werden. Bekannte allgemeinsprachliche Beispiele sind: simsen, sitt

Dieser sprachwissenschaftlichen Hintergründe ist man sich bei der Terminiologiefindung zwar nicht immer bewusst, sie können – aktiv in den Prozess der Terminologiebildung mit einbezogen – aber dennoch einen Anstoß zu möglichen neuen Benennungen liefern.

Im nächsten Teil dieser Serie zur Terminologiebildung erfahren Sie, worauf es bei der Auswahl einer guten Benennung für ein neues Produkt ankommt. Nicht verpassen!

* Morphem = kleinste bedeutungstragende Spracheinheit

Vom Translation Team

Lange Nacht des Wissens 2015

HH TranslationAm 7. November ist die „Lange Nacht des Wissens“ in Hamburg. In dieser Nacht können viele Vorträge gehört und Aktionen bestaunt werden.
Die Themen Medizintechnik, Fahrzeugtechnik, Meerestechnik und viele mehr sind vertreten – für Fachübersetzer und Technische Redakteure eine gute Möglichkeit zur Weiterbildung! Wir haben eine kleine Auswahl aus den Bereichen Technik und Sprache für Sie herausgesucht. Der Eintritt ist frei. Das komplette Programm finden Sie unter www.nachtdeswissens.de.

Technik:

  • „Ein Antrieb mit Zukunft: Der Verbrennungsmotor. Mit bewährter Technik in die Zukunft?“ (Prof. Dr.-Ing. W. Thiemann et al., Helmut-Schmidt-Universität)
  • „Automobilentwicklung, die begeistert. Neue Design- und Techniktrends im Fahrzeugbau“ (Prof. Dr.-Ing. D. Adamski et al., Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg)
  • „Lärm im Flugzeug? Wie macht man eine Flugzeugkabine leise?“
    (Prof. Dr.-Ing. W. Gleine, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg)
  • „Wohin guckst Du? Blickbewegungsmessung für Websites“
    (F. Kerkmann, HAW Hamburg | Kunst- und Mediencampus)
  • „Informations- und Kommunikationstechnik der Zukunft: immer kleiner, schneller und energieeffizienter“ (Prof. Dr. R. Wiesendanger, Universität Hamburg – Fachbereich Physik)
  • „Mikroelektronik und Mikrosysteme für die Technik der Zukunft“
    (Prof. H. Kapels et al., Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie – Itzehoe)

Skurrile Highlights:

  • „Bobbycar-Parcours mit höchster Präzision“ (Vermessungsabteilung, DESY)
  • „Geschüttelt, nicht gerührt: James Bond und die Werkstofftechnik“
    (Prof. Dr.-Ing. T. Klassen, Helmut-Schmidt-Universität)
  • „Flugzeug- und Schiffbau-Origami“ (Technische Universität Hamburg-Harburg)

Sprache:

  • „Happy Mist: Stolpersteine der interkulturellen Kommunikation“
    (Prof. Dr. F. Peters, EBC Hochschule)
  • „Falsche Freunde – falsos Amigos“ (J. Sacasa, EBC Hochschule)
  • „Don’t you speak English? Die globale Sprach-Supermacht“
    (S. Horn, FOM Hochschule für Oekonomie Management/Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie VWA)
  • „Computer hören und sprechen – aber verstehen sie auch?“
    (Dr. T. Baumann, Universität Hamburg)
  • „Hamburg Babylon? Forschung über Sprachenvielfalt in der Stadt“ (Universität Hamburg)
  • „Niederdeutsch: zwischen internationaler Geschäftssprache und erinnertem Dialekt“ (Prof. Dr. I. Schröder, Universität Hamburg)

Wir wünschen viel Spaß!