Auf dem neuesten Stand der Technik: SDL Trados Studio

Eine andere Art von „CAT-Tool“

Heutzutage stellt sich nicht mehr die Frage, wie wichtig es ist, auf dem Laufenden zu bleiben – besonders, wenn es um IT-Technologie geht. Wir bei Condok legen einen großen Wert auf den neuesten Stand der Technik und möchten Ihnen heute unseren Neuzugang in Sachen Technologie präsentieren: Seit ein paar Wochen bereichert die neue Version des Übersetzungstools SDL Trados Studio unseren Arbeitsalltag. Wie dieses Tool für Ihre Projekte von Nutzen ist, lesen Sie gleich hier.

SDL Trados Studio 2019: DAS CAT-Tool in der Übersetzungsbranche

SDL Trados Studio ist ein leistungsstarkes CAT-Tool (CAT steht für „Computer-Aided Translation“) und seine Verwendung ist heute wichtiger denn je. Das Werkzeug unterstützt in erster Linie den menschlichen Übersetzer bei seiner Arbeit: Schon vor der eigentlichen Übersetzung wird der Text analysiert und interne Wiederholungen werden berücksichtigt – das spart Zeit und Kosten, denn unsere Übersetzer müssen diese nur einmalig übersetzen. Die fertige Übersetzung landet dann in einem sogenannten Translation Memory. Dabei reden wir von einer Art Datenbank, die alle zuvor übersetzten Einheiten (aka Segmente) enthält. Diese Segmente lassen sich bei zukünftigen Projekten als Übersetzungsvorschläge abrufen und wiederverwenden. Wenn Sie wissen wollen, wie genau dieses System funktioniert, besuchen Sie gerne unseren Blogartikel Translation Memorys: wo Fachwörter Verstecken spielen. Dort finden Sie weitere interessante Infos zu diesem Thema.  

Allrounder mit großen Vorteilen

Lassen Sie sich überzeugen, warum sich die Zusammenarbeit mit uns und unserem Allrounder lohnt: Höhere Übersetzungsqualität in jeder gewünschten Zielsprache, geringere Lieferfristen bei großen Projekten und langfristige Kosteneinsparungen.

  • Qualitätssicherung: Die Anwendung von SDL Trados Studio 2019 ist insbesondere bei Texten aus dem technischen Bereich von großem Vorteil, da diese Textsorte oft viele Wiederholungen enthält und die Fachterminologie eine wichtige Rolle spielt. Zum einen sorgt das Translation Memory für die Wiederverwendung von bereits übersetzten und geprüften Segmenten aus vorherigen Übersetzungen. Zum anderen gewährleistet die Terminologiedatenbank, dass Ihre Fachterminologie einheitlich angewendet wird. Mithilfe dieses Tools wird die Konsistenz der Texte und der Terminologie sichergestellt. Und das führt zu höherer Qualität.
  • Produktivität: SDL Trados Studio unterstützt unsere Übersetzer beim Übersetzungsprozess. Da dieses Tool eine Wiederverwendung der bereits angefertigten Übersetzungen aus Ihrer technischen Dokumentation ermöglicht, können unsere Übersetzer schneller, genauer und effektiver arbeiten. Dadurch, dass eine Vielzahl an Dateitypen unterstützt wird, lässt sich eine zeitaufwendige (und manchmal leider auch fehleranfällige) Konvertierung Ihrer Dateien in den meisten Fällen vermeiden. Weil Zeit bei der Projekterstellung und Dateivorbereitung eingespart wird, können auch die Übersetzungskosten insgesamt gesenkt werden.
  • Besseres Projektmanagement: Bei dieser Version wurde nicht nur an die Übersetzer, sondern auch an uns Übersetzungsmanager gedacht. Dadurch, dass die User Experience voll und ganz im Mittelpunkt steht, ist die Projektabwicklung nun intuitiver, einfacher und schneller denn je, und das ermöglicht uns eine optimale Nutzung der angebotenen leistungsstarken Funktionen.

Fazit

SDL Trados Studio leistet einen bedeutenden Beitrag zu einem optimierten und kosteneffizienten Übersetzungsprozess und ist bei großen Projekten mit knappen Lieferterminen von großer Hilfe. Im Hinblick sowohl auf die Zeit als auch auf die Kosten Ihrer Übersetzungsprojekte stellt SDL Trados Studio eine Verbesserung dar: Da die Terminologie, dank der Terminologiedatenbank, und die Konsistenz, dank der TMs, im Mittelpunkt stehen, werden die hohe Qualität Ihrer übersetzten Dokumentation ebenso wie ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit gewährleistet.

[von Leire Ibáñez Segura] [Photo by Susen Blaha]

Terminologiedatenbanken: Der Schlüssel zu Qualität und Kosteneinsparungen

Sie haben richtig gelesen: Sie können bei der Übersetzung Ihrer Technischen Dokumentation Kosten sparen, ohne dass die Qualität Ihrer Übersetzungen darunter leidet – eine Terminologiedatenbank* macht’s möglich!

Wenn wir Ihre Neugier geweckt haben, dann lesen Sie bitte weiter. Wir erklären Ihnen, was genau unter einer Terminologiedatenbank zu verstehen ist, welche Vorteile sie für Ihr Unternehmen bietet und wie wir Ihnen als spezialisierter Partner zur Seite stehen können.

Terminology as a key

Eine Terminologiedatenbank als Schlüssel

Eine Terminologiedatenbank oder Terminologieliste enthält die Hauptterminologie (und idealerweise die dazugehörigen Übersetzungen) Ihres Unternehmens. Die am häufigsten verwendeten Fachbegriffe aus Ihren Produktbeschreibungen und technischen Dokumenten sowie firmenspezifische Benennungen werden aufgelistet und mit Definitionen, Erläuterungen und/oder Hinweisen zur Verwendung versehen. Wie wir bereits in unserer Serie „Praxistipps für Ihren Terminologieleitfaden: Basisinfos für Excel-Listen und Definitionen“ erläutert haben, werden Fachbegriffe und Benennungen in einer Excel-Liste oder Terminologiedatenbank klar definiert, was Fehldeutungen und Missverständnissen im Ausgangstext vorbeugt und Klarheit schafft. Und das spiegelt sich zugleich in konsistenten Übersetzungen wider.

Einheitliche Terminologie spielt eine große Rolle

Sie kennen das Szenario vielleicht: Jeder Unternehmensbereich (von der Entwicklung und Konstruktion bis hin zur Marketingabteilung) verwendet eine andere Benennung für ein und dasselbe Teil und in der Redaktion fällt es dann schwer, die unterschiedlichen Textvorlagen unter einen Hut zu bringen, weil es keine einheitlichen Vorgaben gibt. Manchmal fallen solche Probleme leider auch erst nach Fertigstellung der Dokumentation (z. B. durch Rückfragen von Übersetzern) auf.
Wenn Sie schon einmal in der Situation waren, nachträglich Terminologie in bestehenden Dokumenten vereinheitlichen zu müssen, dann wissen Sie, wie viel Zeit das in Anspruch nehmen kann. Von den zusätzlichen Kosten ganz zu schweigen.
Genau hier ist die Erstellung einer Terminologiedatenbank mehr als empfehlenswert, um Ihren Arbeitsalltag zu vereinfachen und den Erfolg Ihrer Produkte im Ausland zu gewährleisten.

Ein paar weitere überzeugende Gründe

Einheitliche Terminologie ist ein Bestandteil Ihrer Dokumentation und eine sinnvolle Maßnahme, um die (sprachübergreifende) Kommunikation effizienter zu gestalten. Auf diese Weise kann die Fachkommunikation sowohl zwischen den Mitarbeitern als auch mit den Kunden vereinfacht und verbessert werden, die Qualität Ihrer Produktdokumentation wird gewährleistet und Übersetzungskosten werden langfristig reduziert.

Corporate Image: Eine Terminologiedatenbank leistet einen wichtigen Beitrag zur Kommunikation und zum Informationsaustausch zwischen Ihrem Unternehmen und Ihren Kunden, sodass Ihr Image und das Vertrauen in Ihr Unternehmen gestärkt werden. Zusätzlich kann eine solche Terminologieliste auch Ihren SEO-Maßnahmen dienen: Sowohl beim Unterstützen der Leser mit Erläuterungen zu Ihren Produkten als auch bei den untereinander vernetzten Verlinkungen, die auf natürliche Weise eine gesteigerte Relevanz für Suchmaschinen schaffen.

Produktivität: Wenn sich die (wiederholte) Diskussion über bestimmte Benennungen erübrigt, spart das Zeit. In einer Terminologiedatenbank wird festgelegt, welche Benennungen angewendet werden sollen und welche zu vermeiden sind, und die zusätzlichen Erläuterungen beugen zudem Rückfragen vonseiten der Übersetzer vor. Es kann schneller und genauer gearbeitet werden und „ganz nebenbei“ entstehen so aus konsistenten Ausgangstexten konsistente Übersetzungen.

Qualität: Die Erstellung einer Terminologiedatenbank ist der erste Schritt im Lokalisierungs-/Übersetzungsprozess Ihrer Dokumentation. Dadurch werden die internationale Vermarktung Ihrer Produkte sowie Ihre Produkt- und Markenbotschaften unterstützt. Je konsistenter Ihre Dokumentation ist, desto verständlicher für (potenzielle) Kunden, preiswerter in Hinsicht auf Übersetzungen und effektiver bei den Bearbeitungszeiten. So wird sichergestellt, dass Ihre Qualitätsanforderungen erfüllt werden.

Kosten: Ungeachtet der Tatsache, dass das Erstellen einer Terminologiedatenbank eine mühsame Aufgabe ist, sind die großen Vorteile langfristig zu sehen. Da die Konsistenz Ihrer Dokumentation auch für verkürzte Bearbeitungszeiten sorgt, führt sie indirekt zu Kosteneinsparungen. Zudem können Überarbeitungen einer fehlerhaften Terminologie bei Ihrer Dokumentation (mitunter hohe) Mehrkosten verursachen. Termbanken schaffen hier Klarheit und verringern unnötige Mehrarbeit, indem sie u. a. Konstrukteuren, Redakteuren und Übersetzern als Referenz dienen.

Condok – der Partner an Ihrer Seite

Wir erstellen auf Wunsch aus Ihren Unternehmenstexten per Termextraktion eine Liste möglicher Begriffe und legen damit eine mehrsprachige Terminologiedatenbank für Sie an. Die Terminologiedatenbank dient der Speicherung von Fachbegriffen mit den dazugehörigen Informationen und ermöglicht eine unproblematische Verwaltung und Integration in den Übersetzungsprozess. Diese Terminologiedatenbank hilft bei der korrekten Anwendung der Terminologie in Ihren Übersetzungen, was langfristig die Kosten senkt und die Qualität steigert.

Gerne beraten wir Sie rund um das Thema Terminologiearbeit. Sprechen Sie uns an!

* in Verbindung mit einem Translation-Memory-System

[von Leire Ibáñez Segura]

Übersetzungen ins Portugiesische: Brasilien vs. Portugal

Brasilien und Portugal sind zwei Länder, die die gleiche Sprache verbindet – doch die Unterschiede können mitunter signifikant sein. Zwar liegt der Hauptunterschied oft in der Aussprache, doch einige Wörter und Ausdrücke können in den beiden Ländern ganz unterschiedliche Bedeutungen haben. Heute möchten wir Ihnen ein paar Informationen geben, die Ihnen dabei helfen sollen, die richtige Variante für Ihre Technische Dokumentation auszuwählen.

Portugiesischsprachige Länder
(Weltkarte: © panthermedia.net/ildogesto)

Wussten Sie, dass …

  • … Portugiesisch weltweit von mehr als 250 Millionen Menschen gesprochen wird und damit heute zu den Top 10 der meistgesprochenen Sprachen gehört?
  • … es nicht nur Amtssprache in Portugal und Brasilien ist, sondern auch in Angola, Kap Verde, Guinea-Bissau, São Tomé und Príncipe, Mosambik, Macau, Äquatorialguinea und Osttimor?
  • … die portugiesische Sprache im 15. und 16. Jahrhundert in Afrika und Asien als „Lingua franca“ (Verkehrs- und Handelssprache) galt?

Eine Orthographie für alle

Bis 1990 unterschied sich die Rechtschreibung in den portugiesischsprachigen Ländern, mit einer Rechtschreibnorm für Brasilien einerseits und einer Rechtschreibnorm für Portugal und die anderen portugiesischsprachigen Länder andererseits. Erst dann wurden durch ein internationales Abkommen einheitliche Regeln für die Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder geschaffen. Den zwei unterschiedlichen Rechtschreibnormen wurde damit zwar ein Ende gesetzt, aber dennoch gibt es natürlich weiterhin Abweichungen beim Gebrauch und bei der Aussprache.

Die direkte Anrede: unterschiedliche Verwendung von „você“

Die Art und Weise, wie Sie Ihre Kunden ansprechen, spielt eine große Rolle. Das gilt hier umso mehr, da die beiden Varianten der portugiesischen Sprache in diesem Punkt völlig voneinander abweichen. Daher ist es wichtig, die Zielgruppe bzw. das Zielland nicht aus den Augen zu verlieren.
Im europäischen Portugiesisch wird für die informelle Kommunikation (deutsch: „du“) das Personalpronomen „tu“ verwendet, während man für die formelle Anrede (deutsch: „Sie“) „você“ benutzt.
Im brasilianischen Portugiesisch dagegen gilt das Personalpronomen „você“ als informell (deutsch: „du“). Für die formale Kommunikation (deutsch: „Sie“) wird „o senhor“ oder „a senhora“ verwendet.
Folglich kann die falsche Variante des Portugiesischen schnell dazu führen, dass man seine Kunden versehentlich duzt – ein Fauxpas, den es unbedingt zu vermeiden gilt.

Unterschiedlicher Wortschatz

Hier finden Sie eine kleine Auswahl einiger ganz alltäglicher Vokabeln. Diese Unterschiede stellen in der Regel kein Hindernis für die Alltagskommunikation dar, fallen den Portugiesen bzw. Brasilianern aber auf – ähnlich wie es oft bei Deutschen und Österreichern der Fall ist.

Deutsch Portugiesisch
(Brasilien)
Portugiesisch
(Portugal)
Ausweis carteira de identidade Cartão de Cidadão
Bus ônibus autocarro
Zug trem comboio
Rechnung nota fiscal fatura
Schinken presunto fiambre
Zebrastreifen faixa de pedestres passadeira
Handy (telefone) celular telemóvel

Doch nicht nur im allgemeinen Wortschatz, auch in der technischen Fachsprache gibt es Unterschiede. Hier ein paar Beispiele:

Deutsch Portugiesisch
(Brasilien)
Portugiesisch
(Portugal)
Kraftstoffkühler resfriador de
combustível
radiador de
combustível
Anlassluftventil válvula de ar
de partida
válvula de ar
de arranque
Stecker plugue ficha elétrica
Warmwasserboileraquecedor de águaesquentador de água
Bremsefreiotravão

Für welche Variante soll ich mich nun entscheiden?

Diese Frage müssen wir leider mit Gegenfragen beantworten: Welches ist das Zielland Ihrer Produkte? Wo sitzen Ihre Kollegen oder Geschäftspartner? Welche Zielgruppe wollen Sie erreichen?
Diese Punkte müssen unbedingt berücksichtigt werden, damit die Übersetzung ihren Zweck bestmöglich erfüllen kann.

Auch in anderen Sprachen gibt es oft verschiedene Varianten, die berücksichtigt werden müssen, wenn Sie Ihre Zielgruppe angemessen erreichen wollen. Denken Sie nur an britisches, amerikanisches und kanadisches Englisch oder an die vielen verschiedenen Länder, in denen Spanisch gesprochen wird.

Wenn Sie Ihre Produkte in portugiesischsprachigen Märkten vertreiben oder dort Geschäftspartner haben, dann sind Sie bei uns genau richtig. Wir unterstützen Sie bei allen Themen und Fragen rund um den Übersetzungsprozess. Nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf und lassen Sie sich von uns beraten.

Muito obrigada!

[von Leire Ibáñez Segura und Susen Blaha]

Professionelle Übersetzungen sind Gold wert

Zum internationalen Übersetzertag am 30. September möchten wir einmal daran erinnern, warum Übersetzungen besonders für Unternehmen wichtig sind: Sie eröffnen größere Märkte für ihre Produkte! Eine mehrsprachige Webseite ermöglicht z. B., dass die Produkte auch in vielen anderen Ländern aufgefunden werden können, denn Kunden suchen in ihrer eigenen Sprache im Internet.

Doch Vorsicht: Eine Übersetzung erzielt nur den gewünschten Effekt, wenn sie auch gut ist. Und gute Übersetzungen bleiben professionellen Übersetzern vorbehalten.

Welchen Toaster würden Sie eher kaufen?

Toaster_translation1

  • Edelstahl-Karosserie-Funktionstasten
  • 2 langer Schlitz: Zwei extra lange Schlitze für alle Arten von Brot passen
  • Kontrolle, wie Sie wollen jede Scheibe mit unabhängigen Kontrollen getan.
  • Anti-Marmelade-Funktion
  • Toast gefrorenes Brot und sanft aufkühlen kalt Toast
  • Krümel-Tray und Schnur Lagerung halten Dinge ordentlich

Toaster_translation2

  • Funktionstasten aus Edelstahl
  • Zwei lange Schlitze, in die alle Brotsorten passen
  • Funktionstasten für individuelle Bräunung des Toastes in jedem Schlitz
  • Funktion gegen Verklemmen von Toast und Brot im Toaster
  • Gefrorenes Brot toasten und kaltes Toast schonend erwärmen
  • Krümelschublade und Kabelfach für Sauberkeit und Ordnung

Die Texte vom orangen Toaster sind maschinelle Übersetzungen von verschiedenen englischen Toaster-Produktbeschreibungen im Internet. Schade eigentlich, wer wünscht sich nicht eine Anti-Marmelade-Funktion, wenn man morgens im Halbschlaf versehentlich das Marmeladenbrot in den Toaster gesteckt hat? Der Toaster würde automatisch die heruntertropfende Marmelade auffangen, nach draußen ableiten und mit einem empörten lauten Piepen das Marmeladenbrot wieder auswerfen, sodass man sofort hellwach ist, weil man erschrocken versucht, das Brot aufzufangen. Wie viele enttäuschte Kunden das Produkt wohl zurückschicken würden?

Aber diese offensichtlich falschen maschinellen Übersetzungen sind nur die Spitze des Eisbergs. Auch übersetzende Menschen machen viele Fehler, wenn sie keine Profis sind. Manche Fehler springen einem nicht sofort ins Gesicht, aber hinterlassen so ein Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Will man sich wirklich damit zufriedengeben?

Je professioneller die Übersetzungen sind, desto besser wirken die Produkte. Je besser Ihre Anleitungen und deren Übersetzungen sind, desto weniger Fehlbedienung ist möglich und entsprechend sinken die Kosten für Reklamation und technischen Support und das Risiko, dass Kunden enttäuscht sind oder sich schlimmstenfalls verletzen.

Professionelle Übersetzungen sollte man also nicht als teures, notwendiges Übel betrachten – sie machen Gewinne auf ausländischen Märkten erst möglich!

Allen Kolleginnen und Kollegen, die mit ihrer Arbeit zum internationalen Erfolg vieler Unternehmen beitragen, wünschen wir einen schönen internationalen Übersetzertag! Wir werden wohl mit Marmeladenbrot und „sanft aufgekühltem“ Champagner feiern.

 

[von Sandra Bulla]

Technischer Redakteur & urlaubsreif?

Urlaub Taste

Abb. 1: Urlaubsabflugauslösetaste

Der Sommer und somit die Urlaubszeit ist angebrochen!
Die Hitze bahnt sich ihren Weg in die Büros, man kämpft mit Jalousien und Ventilatoren.
Die Aufmerksamkeitsspanne wird kürzer und die unter Hitzeeinwirkung gebildeten Fachwortkomposita länger.
Aber woran merken Sie als Technischer Redakteur, dass Sie wirklich urlaubsreif sind?

 

Hier ist unsere Top 10 der Anzeichen für Urlaubsreife:

  1. Sie schlagen in der DIN5008 nach, wenn Sie Haftnotizen schreiben
  2. Sie erstellen eine Terminologieliste zum Thema Hitze und Luftfeuchtigkeit
  3. Sie schreiben die Glückwunschkarte für den Chef um, weil die nicht eindeutig genug ist und zu viele nichtssagende Adjektive enthält
  4. Sie strukturieren das Mittagessen neu: vom allgemeinen Brei hin zur Detailerbse
  5. Sie markieren Ihr Essen im Firmenkühlschrank mit <Eigentümer>Mustermann</Eigentümer>
  6. Sie horten leere Sushiboxen, weil die so modular aussehen und bestimmt wiederverwendet werden können
  7. Sie machen sich Sorgen, dass ihr Kommunikationsverhalten beim Mittagessen nicht responsive genug ist
  8. Sie drehen ein Video-Tutorial über das geräuscharme Schließen von Bürotüren und stellen es ins Intranet
  9. Sie nennen Ihre Kollegen in Dita und Cosima um (kann man sich bei der Hitze besser merken)
  10. Sie kategorisieren gedanklich die Gesichtsausdrücke der Kollegen in ACHTUNG, VORSICHT und WARNUNG

Wir wünschen allen Technischen Redakteuren, Kunden, Kollegen & Bloglesern einen schönen Sommerurlaub! 😉

[von Sandra Bulla]

Twitter für Technische Redakteure – #Konferenzen

TwitterTechcommManch Technischer Redakteur fragt sich vermutlich:
Twitter? Wofür brauche ich das?
Wir schlagen Ihnen daher heute ein Anwendungsgebiet vor: Fachkonferenzen!

 

 

 


Verwenden Sie Twitter,

  • um sich über Termine, Programm und kurzfristige Änderungen auf dem Laufenden zu halten
    (–> Folgen Sie den Accounts der Fachkonferenzen)
  • um Tweets zu lesen, die Kollegen auf einer Konferenz versenden
    (–> Verfolgen Sie bestimmte Hashtags)
  • um selbst zu twittern, um andere teilhaben zu lassen
    (–> Versenden Sie Tweets mit bestimmten Hashtags)
  • um neue Kollegen kennenzulernen (netzwerken)
    (–> Folgen Sie Accounts von Kollegen, die Sie über bestimmte Hashtags finden)

Wir haben für Sie Informationen zu 5 Fachkonferenzen (deutsch- und englischsprachig) zusammengestellt:

14.–15. April
tekom-Frühjahrstagung
(Berlin)
Schwerpunktthema: „Die Nutzer mit Intelligenter Information begeistern“
Veranstalter: Gesellschaft für Technische Kommunikation – tekom Deutschland e.V.
Internetseite: http://tagungen.tekom.de/fruehjahrstagung-2016/startseite
Twitter-Account: @tekom
Die tekom verwendet den Hashtag #tekomf16 für die Konferenz.

15.–18. Mai
STC Summit (Anaheim, CA)
Veranstalter: Society for Technical Communication
Internetseite: http://summit.stc.org
Twitter-Account: @stc_org
STC verwendet den Hashtag #stc16 für die Konferenz.

09.–10. Juni
UA Europe – The Conference for Software User Assistance Professionals
(Budapest)
Veranstalter: UA Europe
Internetseite: http://www.uaconference.eu
Twitter-Account: @ua_europe
UA Europe verwendet den Hashtag #uaeurope für die Konferenz.

13.–15. September
TCUK
(Wyboston)
Schwerpunktthema: “From Novice to Expert – Writing Your Career Path as a Technical Communicator”
Veranstalter: ISTC (Institute of Scientific and Technical Communicators)
Internetseite: http://technicalcommunicationuk.com
Twitter-Account: @TCUK_conf  (Konferenz), @ISTC_org (Veranstalter)
ISTC verwendet den Hashtag #tcuk16 für die Konferenz.

08–10. November
tekom-Jahrestagung und tcworld conference
(Stuttgart)
Veranstalter: Gesellschaft für Technische Kommunikation – tekom Deutschland e.V. und tcworld GmbH
Internetseiten: http://tagungen.tekom.de/h16/tekom-jahrestagung-2016/ und http://conferences.tekom.de/tcworld16/tcworld16
Twitter-Accounts: @tekom und @tcworld
tekom und tcworld verwenden die Hashtags #tekom16 und #tcworld16 für die Konferenzen.

Probieren Sie es einfach mal aus, Tweets können Sie auch ohne Account bei Twitter lesen: Geben Sie einen der Hashtags auf www.twitter.com/search ein. Manche Veranstalter zeigen die relevanten Tweets auch auf ihrer Internetseite an.

techcommTwitter_sViel Spaß dabei und wir freuen uns, von vielen neuen twitternden Redakteuren zu lesen 😉 .

[vom Translation Team][Photo by Susen Blaha]

Frohes neues Jahr!

Frohes neues 2016Wir wünschen allen Bloglesern, Mitarbeitern und Kunden ein schönes und erfolgreiches 2016!

 

Wir freuen uns auf

  • die Arbeit mit neuen Teammitgliedern und Kollegen,
  • neue Projekte und neue Fachgebiete,
  • Fachveranstaltungen und Weiterbildung,
  • die Arbeit an neuen Blogartikeln!

 

 

Dienstleister für Projekte im Bereich Übersetzung und Technische Dokumentation gesucht? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf: www.condok-translations.de

 

Übersetzer-ABC

CAT

Warum gibt es eigentlich so viel „CAT Content“ bei Übersetzern? (Auflösung siehe C)

Liebe Blogleser/innen,
wir verabschieden uns von diesem Jahr mit unserem Übersetzer-ABC.

Interessante Blogartikel zu den Themen haben wir am Ende des Artikels verlinkt.

Wir wünschen euch/Ihnen schöne Weihnachten und einen großartigen & heiteren Jahresanfang!

 

 

 

 

  • A wie Ausgangstext (AT). Der Text in einer Ausgangssprache, der in eine Zielsprache übersetzt wird.
  • B wie beglaubigte Übersetzung. Eine beglaubigte Übersetzung wird für den internationalen Rechtsverkehr verwendet (z. B. Urkunden). Sie darf nur von gerichtlich ermächtigten Übersetzern durchgeführt werden und unterliegt besonderen Anforderungen und Vorgaben.
  • C wie Computer-Aided Translation (CAT). Siehe T.
  • D wie Definition. Das A und O guter Terminologiearbeit! Vermeiden sollte man allerdings die Zirkeldefinition (siehe Z).
  • E wie Entlehnung. Eine Form der Benennungsbildung. Bei einer Entlehnung werden Wörter aus einer Sprache in eine andere übernommen.
  • F wie Füllwörter. Wörter wie „einfach“ und „ja“ sind in der Regel unnötig und sollten in Technischer Dokumentation vermieden werden.
  • G wie Gedankenstrich. Darf keinesfalls verwechselt werden mit dem Bindestrich.
  • H wie Hundert-Prozent-Treffer. Zeigt in einem Translation-Memory-System an, dass das Ausgangssegment zuvor schon einmal übersetzt wurde … aber auch Hundert-Prozent-Treffer sind nicht immer 100%ig richtig (Kontext).
  • I wie Inkonsistenz. Inkonsistenzen lassen sich durch gutes Terminologiemanagement minimieren.
  • J wie Jeck. Bei Übersetzungen ist es wichtig, die Sprachvariante der Zielgruppe zu berücksichtigen. Bei Bedienungsanleitungen lautet die Frage oft: „Englisch für die USA oder für Großbritannien?“, „Französisch für Frankreich oder Kanada?“. Bei Werbeslogans kann sogar der Dialekt der jeweiligen Zielgruppe entscheidend sein: „Jede Jeck es anders“, wie der Kölner sagt.
  • K wie Korrekturlesen. Prüfung eines Textes hinsichtlich Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik.
  • L wie Lektorat. Umfasst die formale (vgl. K) und inhaltliche Überprüfung eines Textes.
  • M wie Morphem. Die kleinste bedeutungstragende Spracheinheit.
  • N wie Nominalisierungen. Entstehen zum Beispiel, wenn man aus einem Verb ein Substantiv macht. Nominalisierungen gehen besonders häufig mit bedeutungsschwachen Verben einher, daher sollte man sie in Technischer Dokumentation vermeiden (z. B. Einstellung vornehmen vs. einstellen).
  • O wie Originalbetriebsanleitung. Laut Maschinenrichtlinie müssen die Sprachfassungen, für die der Hersteller (oder sein Bevollmächtigter) die Verantwortung übernimmt, als „Originalbetriebsanleitung“ gekennzeichnet werden.
  • P wie Pseudoübersetzung. Verwenden von Platzhalterzeichen als „Übersetzung“. Dies wird vor allem bei Softwarelokalisierung genutzt, um vor der Übersetzung zu prüfen, ob alle Zeichen richtig dargestellt werden können.
  • Q wie Qualitätssicherung. Im Übersetzungsbereich umfasst die Qualitätssicherung u. a. die sorgfältige Auswahl eines qualifizierten Übersetzers und ein Lektorat des Zieltextes durch einen weiteren qualifizierten Übersetzer.
  • R wie Rückübersetzung. Eine Übersetzung eines bereits übersetzten Textes zurück in die Originalsprache. Eine Methode, die fälschlicherweise auch zur Qualitätssicherung eingesetzt wird, aber so einfach funktioniert Sprache in der Regel nicht.
  • S wie Scheinanglizismus. Sieht englisch aus, hört sich englisch an … hat aber im angelsächsischen Sprachraum eine ganz andere oder schlicht gar keine Bedeutung.
  • T wie Translation Memory. Siehe C.
  • Ue wie Übersetzungsgerechtes Schreiben. Hierbei gilt es, schon bei der Erstellung der Technischen Dokumentation eine spätere Übersetzung zu berücksichtigen. (Dies betrifft u.a. die Konsistenz des Ausgangstextes und bestimmte Vorgaben bei der Gestaltung des Layouts.)
  • V wie Variablen. Textvariablen sollten keinesfalls Text enthalten, der gebeugt werden muss. Lieber nur Produktbezeichnungen wie „XY 2000“ verwenden.
  • W wie Wörter. Die Anzahl der Wörter in einem Text wird zur Berechnung von Preis und Lieferzeit herangezogen. Eine Angabe von Seitenzahlen ist für diese Auskünfte nicht ausreichend.
  • X wie X-te Änderung. Wird der Ausgangstext ständig geändert, während er sich schon in Übersetzung befindet, verursacht das unnötigen Aufwand und führt zu Lieferverzögerungen.
  • Y wie Yard. Nur ein Beispiel für eine ggf. zu lokalisierende Einheit. Bei einer Übersetzung sollte auch geprüft werden, ob z. B. das Maßsystem an das Zielland angepasst werden muss.
  • Z wie Zirkeldefinition. Siehe „C“ und „T“ 😉
    Eine Zirkeldefinition ist eine Definition, die den Begriff, der definiert werden soll, in der Erklärung verwendet.

 Zugehörige Blogartikel:

A: Abkürzungen (AT)
B: Beglaubigungen
C, T, H: CAT, Translation Memory, 100%
D, Z: Definitionen
E, M: Terminologiebildung
F: Füllwörter
G: Gedankenstrich
I: Inkonsistenz
J, U: Zielgruppe, übersetzungsgerechtes Schreiben
K, L: Korrekturlesen
N: Nominalisierung
Q: Qualitätssicherung
S: Scheinanglizismus
V: Variablen
W: Wörter

[vom Translation Team] [Photo by Susen Blaha]

Terminologie, aber wie?

Teil 1: Arten der Terminologiebildung

Nicht jedes Unternehmen ist so gut aufgestellt und verfügt über einen hauseigenen Terminologen. (Lesen Sie hierzu auch über Bonny & die Toasterfabrik.)
Meist müssen Technische Redakteure sich mit den deutschen Fachtermini beschäftigen.

Unsere Toaster-Serie zeigte Ihnen bereits, was Sie bei der Erstellung von Terminologielisten berücksichtigen sollten, was wichtig für Translation-Memory-Systeme ist und dass es einen Verantwortlichen geben sollte.

Aber wie kann eine neue Benennung für ein neues Produkt entstehen? Und was zeichnet eine gute Benennung aus? Der ersten Frage möchten wir heute einmal nachgehen.

Wenn neue Produkte entwickelt oder neue Geräte erfunden werden, müssen diese mit einer Benennung versehen werden. Die Sprachwissenschaft hält verschiedene Methoden der Benennungsbildung bereit. Wir geben ein paar (teils vereinfachte) Beispiele. Und um etwas Sonne in die Vorweihnachtszeit zu bringen, sind hauptsächlich Beispiele aus dem Bereich der Solarenergie dabei 🙂

Bei der Komposition entsteht eine neue Benennung durch Aneinanderreihung von zwei oder mehr Morphemen*: Solar|anlage.

Die Derivation verbindet ein Morphem mit unselbständigen Wortbestandteilen, die z. B. voran- (Präfix) oder nachgestellt (Suffix) sein können: Ver|schatt|ung

Bei der Konversion wird ein Wortstamm oder ein flektiertes (gebeugtes) Wort ohne Veränderung seiner Form in eine andere Wortart überführt:
schweißen (Verb) -> Schweißen (Substantiv)

Als Terminologisierung bzw. Umterminologisierung werden die Fälle bezeichnet, in denen sich die Fachsprache einer Benennung bedient, die in der Gemeinsprache bereits existiert. Die Benennung wird dabei mit einer spezifischen Bedeutung versehen:
Modul, Zelle
Anmerkung: Häufiges Problem hierbei sind auftretende Mehrdeutigkeiten. Bei unseren beiden Beispielen kommt es im Bereich der Solarenergie nicht zu Mehrdeutigkeiten, da die beiden Wörter sehr häufig als Komposition mit „Solar“ verwendet werden (Solarmodul, Solarzelle).

Die Entlehnung findet sprachübergreifend statt. Dabei wird Sprachmaterial aus einer Herkunfts- in die Zielsprache übernommen. Es entstehen Lehnwörter:
Due Diligence, Peakleistung

Bei der Kürzung werden Teile eines bestehenden, meist komplexen Wortes weggelassen. Bei einer Form der Kürzung, der Abkürzung, werden die Anfangsbuchstaben der einzelnen Morpheme, aus denen sich die Benennung zusammensetzt, einzeln geschrieben und ausgesprochen: PV-Anlage

Als Urschöpfung bezeichnet man Benennungen, die nicht aus bereits bestehenden Morphemen hergeleitet sind, sondern lautlich neu gebildet werden. Bekannte allgemeinsprachliche Beispiele sind: simsen, sitt

Dieser sprachwissenschaftlichen Hintergründe ist man sich bei der Terminiologiefindung zwar nicht immer bewusst, sie können – aktiv in den Prozess der Terminologiebildung mit einbezogen – aber dennoch einen Anstoß zu möglichen neuen Benennungen liefern.

Im nächsten Teil dieser Serie zur Terminologiebildung erfahren Sie, worauf es bei der Auswahl einer guten Benennung für ein neues Produkt ankommt. Nicht verpassen!

* Morphem = kleinste bedeutungstragende Spracheinheit

Vom Translation Team

Top 3 der beliebtesten Fehler in deutschen Bedienungsanleitungen

Tipps für deutsche TexteMan kann eine Menge falsch machen beim Erstellen einer Bedienungsanleitung:
zu wenig Information, zu kompliziert, zu unübersichtlich, nicht rechtssicher.

Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler sind aber auch nicht zu vernachlässigen. Technische Redakteure sollten beim Erstellen von Technischer Dokumentation auch den Aspekt im Auge behalten, dass Anleitungen meist auch Marketinginstrumente sind. Flüchtigkeitsfehler trüben schnell den Gesamteindruck.

Aber wir haben eine gute Nachricht: Diese Fehler sind leicht vermeidbar!

Beim Lektorat deutscher Texte (und während der Qualitätssicherung von Übersetzungen aus dem Deutschen) fällt uns immer wieder auf, dass bestimmte Fehler sich größerer Beliebtheit erfreuen als andere. Zeit also für eine Top 3 und Tipps, wie Sie diese Fehler vermeiden können!

Platz 3: ß vs. ss

Die Rechtschreibreform von 1996 hat die Regelung hierzu stark vereinfacht. Wer sich also unsicher ist, ob ein Wort mit ss oder ß geschrieben wird, kann sich an den folgenden Regeln orientieren:

  • Nach einem langen Vokal oder einem Diphthong (Doppellaut, z. B. „au“) schreibt man ß: Maße, außen, Straße
  • Nach einem kurzen Vokal schreibt man ss: Masse, dass

Bei der Verwendung von Großbuchstaben wird das ß durch SS ersetzt, da es nach den amtlichen Rechtschreibregeln keinen Großbuchstaben für das ß gibt: AUSSEN, STRASSE

Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Punkte, bei denen häufig Unsicherheit herrscht.

Tipps für RechtschreibungUnser Tipp:
Ein Blick in den Duden, Wahrig oder ein anderes Standardwerk zur deutschen Rechtschreibung wird Klarheit schaffen. Meist gibt es ein eigenes Kapitel zu diesem Thema. Wörter, bei denen Sie immer wieder grübeln müssen, können Sie auch auf einen Zettel schreiben und an den Monitor kleben. Noch besser: Malen Sie kleine Bildchen dazu, denn je emotionaler Sie sich mit einem Fehler beschäftigen, desto besser können Sie ihn sich merken.

Platz 2: Anführungszeichen

Das komplette Regelwerk in Sachen Anführungszeichen würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen, daher möchten wir nur auf ein paar wichtige Punkte bei der Verwendung hinweisen.

  • Im Deutschen gibt es öffnende und schließende Anführungszeichen. Die öffnenden Anführungszeichen stehen immer unten, die schließenden immer oben.
  • Es gibt gerade und typografische Anführungszeichen („Gänsefüßchen“). Beide sind gängig, sollten aber innerhalb eines Textes nicht gemischt werden.

Anführungszeichen werden u. a. in folgenden Fällen verwendet:

  • Wörtlich wiedergegebene Äußerungen/Zitate
  • Hervorhebung von Wörtern oder Wortgruppen, über die man eine Aussage machen will
  • Ironische Hervorhebungen

Tipps für RechtschreibungUnser Tipp:
Achten Sie vor allem beim Zusammenkopieren aus verschiedenen Quellen darauf, dass nicht verschiedene Arten von Anführungszeichen verwendet werden. Fügen Sie z. B. den kopierten Text ohne Formatierung in den bestehenden ein.

 

 

 

Platz 1: Bindestrich vs. Gedankenstrich

Sehr häufig werden der Bindestrich und der Gedankenstrich verwechselt. Doch diese beiden Zeichen sehen nicht nur unterschiedlich aus, sie werden auch unterschiedlich verwendet:

Der Bindestrich “ ist ein sogenannter Viertelgeviertstrich. Er wird u. a. verwendet, um

  • mehrteilige Wortgruppen zu verbinden – insbesondere, wenn die Zusammensetzung unübersichtlich ist (Mehrzweck-Küchenmaschine),
  • einzelne Bestandteile in Zusammensetzungen hervorzuheben,
  • Wörter am Zeilenende zu trennen
  • bei der Zusammenfassung mehrerer Wörter Wortteile einzusparen (Groß- und Kleinschreibung)

Der Gedankenstrich dagegen „“ ist ein Halbgeviertstrich und damit doppelt so lang wie der Bindestrich. Er wird u. a. verwendet, um

  • eine deutliche Sprech- oder Denkpause zu kennzeichnen,
  • Appositionen, Einschübe oder Nachträge deutlich vom übrigen Text abzugrenzen
  • eine Auslassung (Ellipse) zu kennzeichnen.

In dieser Funktion können an seiner Stelle häufig auch Kommas oder Klammern stehen.

Weiterhin wird der Halbgeviertstrich auch als Bis-Strich und als Streckenstrich verwendet:

Mo.–Fr. 8:00–17:00 Uhr
Kiel – Hamburg – Koblenz

Tipps für RechtschreibungUnser Tipp:
Suchen Sie nach Texterstellung im Dokument nach der Kombination Leerschritt/Bindestrich/Leerschritt. Die Fundstellen können Sie dann über einem Klick auf „Ersetzen“ schnell in einen Gedankenstrich ändern (im Feld „Ersetzen“ die Tastenkombination ALT+0150 drücken und die Leerschritte davor und danach nicht vergessen).

 

 

Haben Sie schon bei sich selbst beobachtet, dass Sie immer wieder die gleichen Fehler machen? Lassen Sie uns wissen, was Ihre Top 3 sind! (Vielleicht haben wir ja noch einen guten Tipp für Sie.)

[von Susen Blaha und Sandra Bulla]

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